Hausapotheke
Service

Check-up für die Hausapotheke

Eine gut sortierte Hausapotheke sollte in keinem Haushalt fehlen. Wenn sich mit der Zeit jedoch immer mehr angebrochene Tuben und Pillenpackungen ansammeln, kann der Inhalt des Medikamentenschränkchens zum gesundheitlichen Risikofaktor werden.

Selten gebrauchte Mittel haben häufig ihr Verfallsdatum überschritten und dürfen nicht mehr eingenommen werden. Mindestens einmal jährlich sollte man daher die Hausapotheke überprüfen, unbrauchbar Gewordenes entfernen und Fehlendes ergänzen. Obwohl Medikamente kein Sondermüll sind und in die Restmülltonne geworfen werden dürfen, ist es sicherer, sie in der Apotheke oder in einem Recyclinghof abzugeben, denn so geraten sie nicht in die Hände von Kindern.

Nicht im Badezimmer aufbewahren

Für die Erste-Hilfe-Ausrüstung im Arzneischrank ist es wichtig, den Überblick zu behalten. Neben Pflastern, Mullbinden, Verbandpäckchen, sterilen Kompressen, Einweghandschuhen, einem Dreieckstuch und einer Verbandsschere gehört immer auch ein wirksames rezeptfreies Desinfektionsmittel wie Betaisodona in die Hausapotheke. Der enthaltene Wirkstoff Povidon-Iod bietet ein breites Wirkspektrum gegen Erreger von Wundinfektionen wie Bakterien, Viren, Pilze oder bestimmte Einzeller. Praktisch: Ein verblassender Farbindikator zeigt an, ob der Wirkstoff verbraucht ist, dann sollte nachbehandelt werden. Viele Menschen bewahren ihre Medikamente im Badezimmer auf, doch davon raten Apotheker ab. Grund ist die hohe Luftfeuchtigkeit, die Tabletten, Salben und Pulvern zusetzt. Geeigneter sind trockene und kühle Orte wie etwa ein abschließbarer Schrank im Wohn- oder Schlafzimmer. Grundsätzlich sollten auch bereits angebrochene Medikamente immer in ihrer Originalverpackung einschließlich (!) Beipackzettel aufbewahrt werden. Ist dieser nicht mehr auffindbar, kann das Fachpersonal in der Apotheke weiterhelfen.

Nur für eine Person verwenden

Prinzipiell sind Augentropfen und -salben ebenso wie Nasenspray oder -tropfen nur eine begrenzte Zeit anwendbar, denn nur so kann die Keimfreiheit der sterilen Arzneimittel gewährleistet werden. Achten Sie daher unbedingt auf die angegebene Haltbarkeit in der Packungsbeilage. Um das besser nachhalten zu können, sollte man das Öffnungs-datum auf der Verpackung notieren.

Jedes Nasen- oder Augenfläschchen darf nur von einer Person genutzt werden, um Keimübertragung zu vermeiden. Keinesfalls dürfen die Fläschchen innerhalb der Familie die Runde machen wegen der Infektionsgefahr. Sauber gewaschene Hände und möglichst keine Berührung der Pipette oder des Spraykopfes sind wichtig. Bei Nasentropfen oder -spray die Dosierhilfe nach Gebrauch reinigen. (djd/red)