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Gefäßerkrankungen individuell behandeln

Oft helfen schon geänderte Lebensgewohnheiten

Mit steigendem Alter besteht die Gefahr, dass Arterien verkalken und Venen verstopfen. Gefäßspezialist Dr. Robert Krol operiert nur in ausgewählten Fällen. Der Arzt des MVZ Medi-Wtal IV (Chirurgie) lotet für jeden Patienten die Behandlungsmöglichkeiten und Risiken individuell aus.

Viele ältere Menschen kennen das Problem: Bereits nach wenigen Schritten werden die Beine schwer, fangen an zu schmerzen. „Schaufensterkrankheit“ wird das Phänomen genannt, weil Betroffene so oft stehenbleiben, um sich und den Beinen eine Ruhepause zu verschaffen. Dr. Robert Krol, Gefäßchirurg und Phlebologe aus dem MVZ Medi-Wtal IV, ist Spezialist für Menschen mit diesen Beschwerden in den Beinen. „Ich betrachte die Gefäßprobleme als eine Erkrankung des ganzen Körpers“, sagt er. Dr. Krol versucht daher, sich allen Bereichen des Körpers zu widmen und die Begleiterkrankungen und Risikofaktoren auszumachen. Denn nur so kann er eine korrekte Diagnose stellen und die optimale Form der Behandlung beschließen. Seine Erfahrung aus 32-jähriger Arzttätigkeit lautet: „Jeder Mensch ist anders, seine körperlichen und seelischen Eigenschaften erlauben nur selten eine Standardtherapie‘.“ Während viele Betroffene eine schnelle Lösung mit der sogenannten Kathetermethode wünschen, fordert Dr. Krol etwas Eigeninitiative: „Durch die Katheterbehandlung oder das Bypassverfahren verändern die Patienten nichts an der Ursache der Krankheit. Mit einer konsequenten und langfristigen Verhaltensänderung jedoch fühlen sie sich oft nach wenigen Monaten ohne jedes Risiko genauso gut wie nach einer operativen Therapie“, ist seine Erfahrung. Wer mit dem Rauchen aufhört, sich gesund ernährt und regelmäßig bewegt, hat gute Chancen, ohne Eingriff davonzukommen.
Zur Prävention findet der Arzt auch Vorsorgeuntersuchungen wichtig, welche die gesetzlichen Krankenkassen nicht immer vollständig bezahlen. „Die Labordiagnostik hat sich sehr dynamisch weiterentwickelt – da ist heute viel mehr möglich als noch vor zehn oder 20 Jahren.“ Durch diese Untersuchungen lasse sich das individuelle Risiko einer unerwarteten Erkrankung viel genauer einschätzen.

Kompressionsstrümpfe oder OP

Neben Problemen mit den Arterien behandelt Dr. Krol auch Venen-Leiden. Lebensgefährliche Konsequenzen drohen hier seltener – in vielen Fällen sind Krampfadern vor allem ein ästhetisches Problem. „Kompressionsstrümpfe sind dabei eine gute Alternative zur Operation“, sagt der Gefäßspezialist. Allerdings sinkt im Laufe der Zeit und mit steigender Temperatur die Bereitschaft, Kompressionsstrümpfe zu tragen. Älteren Patienten fällt das Anlegen der beinlangen Strümpfe oft schwer. Deshalb entscheiden sich viele Betroffene schließlich doch für eine Operation. „Das ist ein sicherer, risikoarmer, meistens ambulanter und gut funktionierender Eingriff“, betont Dr. Krol. In nur wenigen Fällen müsse der operierte Patient sich später einer erneuten Operation oder Verödung der Krampfadern unterziehen.
Krampfadern-Operationen führt Dr. Krol mit seinem Team und externen Anästhesisten im MVZ neben dem Sportpark an der Friedrich-Ebert-Straße 128a durch. Im MVZ arbeiten drei Ärzte, vier OP-Schwestern und sieben Mitarbeiterinnen im Team. Für arterielle Operationen kommt der Gefäßspezialist ins Petrus-Krankenhaus in Barmen. „Die Zusammenarbeit mit den Kollegen dort hat sich inzwischen sehr gut eingespielt“, findet er. Für akute Fälle bietet das MVZ an jedem Wochentag eine Notfallsprechstunde an.

Dr. Robert Krol
MVZ Medi-Wtal IV

MVZ Medi-Wtal
Widukindstraße 4
42289 Wuppertal

Tel.: 0202 309-9970
E-Mail: chirurgie2.mvz-medi-wtal@cellitinnen.de