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Hexenschuss oder doch Bandscheibenvorfall?

Rückenschmerz, gerade im Bereich der Lendenwirbelsäule, ist in Deutschland Volkskrankheit Nummer eins und führt die Krankschreibungsstatistiken seit Jahren an. Aber woher wissen die Betroffenen, ob sie einen Bandscheibenvorfall oder nur einen Hexenschuss haben?

Dr. Rainer Kolorz, Facharzt für Orthopädie aus dem MVZ Medi-Wtal II Orthopädie (Zweigpraxis), erklärt die wichtigsten Merkmale und gibt Tipps zur Behandlung und Vorbeugung:

Ein Hexenschuss (Lumbago) macht sich durch plötzlich einschießende Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule bemerkbar. Oft wird er ausgelöst durch zu schweres Heben oder Tragen. Beim Bandscheibenvorfall spürt man Schmerzen im Rücken, die in ein Bein oder selten in beide Beine ausstrahlen. Je nach Lokalisation des Vorfalls zieht der Schmerz bis in die Zehen. Auslöser kann auch hier schweres Heben und Tragen sein, wobei bei entsprechender Belastung der Faserring der Bandscheibe zerreißt und die Gallertmasse austreten kann. Dieser Bandscheibenvorfall drückt dann auf eine der Nervenwurzeln und sorgt für Irritationen im Nervensegment.

Wirbelsaeule
Bei einem Bandscheibenvorfall zerreißt der Faserring der Bandscheibe und die Gallertmasse kann austreten. Das drückt dann auf eine der Nervenwurzeln und sorgt für Irritationen im Nervensegment.

Bei einem Bandscheibenvorfall ist dann Eile geboten, wenn die Beschwerden unbeherrschbar sind bzw. es zu motorischen und sensiblen Ausfallserscheinungen kommt. Bei manchen Betroffenen kann es sogar zu Störungen der Blasen- oder Darmfunktion kommen. Neben einer gründlichen Untersuchung wird im MVZ II Orthopädie auf bildgebende Diagnostik wie Röntgen, CT (Computertomografie) oder MRT (Magnet-resonanztomografie) gesetzt.

Wenn sich ein Bandscheibenvorfall bestätigt, gibt es mehrere Therapiemöglichkeiten. Nur etwa fünf Prozent aller Bandscheibenvorfälle werden heutzutage noch operativ versorgt. Der weitaus größte Teil kann über konservative Methoden erfolgreich behandelt werden. Hierzu zählen eine adäquate Schmerztherapie oder Infiltrationstherapien wie Wurzelblockaden oder Periduralanästhesien, die ebenfalls im MVZ Medi-Wtal durchgeführt werden. Auch die Physiotherapie ist ein wichtiger Bestandteil nach erfolgreicher Akutbehandlung. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem RTZ Regionales Therapie-Zentrum.

Nach einer erfolgreichen Behandlung gelingt es in der Regel, den Bandscheibenvorfall und die damit verbundenen Verquellungen und Wassereinlagerungen im direkten Umgebungsgebiet des Nerven zu verkleinern, den Schmerz zu reduzieren und häufig auch vollständig zu beseitigen. Die Patienten sollten nun schweres Heben und Tragen vermeiden, regelmäßig Sport treiben und ihre Bauch-, Beckenboden- und Rückenmuskulatur gut und dauerhaft trainieren.

 

Neu im Team

Seit April 2017 verstärkt Emilio Quiros Perea als Facharzt das Team um Dr. Rainer Kolorz. Durch seine mehrjährige orthopädische Erfahrung im Krankenhaus St. Josef wird er das Leistungsspektrum erweitern. Außerdem ist die Praxis künftig durchgehend für die Patienten geöffnet. Termine können jederzeit kurzfristig angeboten werden. Weitere Informationen: www.mvz-medi-wtal.de

Dr. Kolorz
Seit April 2017 verstärkt Emilio Quiros Perea als Facharzt das Team um Dr. Rainer Kolorz.

 

Facharzt
Privat: Dr. Rainer Kolorz
MVZ Medi-Wtal II Zweigpraxis (Orthopädie)

MVZ Medi-Wtal
Widukindstraße 4
42289 Wuppertal

Tel.: 0202 4459-770
E-Mail: orthopaedie2.mvz-medi-wtal@cellitinnen.de