Fit werden, fit bleiben

Keine Ruhe für den Rücken

Bewegungsmangel ist oft die Hauptursache für Beschwerden

Barbara Becker zeigt Rückenübungen.
Barbara Becker zeigt Rückenübungen.

Irgendwann trifft es jeden. Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit, auch junge Menschen leiden zunehmend darunter. Rückenleiden sind die Ursache für jeden zehnten Fehltag, so die Techniker Krankenkasse in ihrem Gesundheitsreport 2014. Durchschnittlich 17,5 Tage im Jahr fehlen Betroffene, weil ihnen der Rücken Schmerzen bereitet.

Der häufigste Grund für Rückenbeschwerden sind nicht Abnutzungserscheinungen oder Bandscheibenvorfälle, sondern ganz einfach eine untrainierte Muskulatur. Immer mehr Menschen verbringen ihren Tag vorwiegend im Sitzen, zwischen Bürostuhl, Autositz und heimischer Couch.Wer in der Freizeit keinen Sport treibt, lebt meist sehr unbeweglich. Die sitzende Lebensweise lässt die Muskeln erschlaffen.


So wird der untere Rücken gut.
So wird der untere Rücken gut.

Ungewohnte Belastungen können dann leicht zu schmerzhaften Verspannungen führen. Umgekehrt sind gut ausgebildete Rücken- und Bauchmuskeln der beste Schutz vor Rückenbeschwerden. Denn kräftige Muskeln sind belastbar und bilden ein natürliches Stützkorsett für Knochen und Gelenke. Unser Körper ist nicht für statische Haltungen, sondern für Bewegung gebaut – deshalb kann jede Position, die über längere Zeit eingenommen wird, zur Belastung werden. Daher ist es wichtig, immer wieder die Körperhaltung zu wechseln. Also, hin und her wackeln beim Sitzen, zwischendurch aufstehen, sich recken und bewegen. Ursache Nummer zwei für Rückenschmerzen sind Verspannungen und Stress. Hier spielt die Psyche eine wichtige Rolle.


Hier geht es um den oberen Rücken.
Hier geht es um den oberen Rücken.

Unstimmigkeiten am Arbeitsplatz, Streit mit dem Partner oder andere seelische Belastungen können Spannungen im Körper aufbauen. Die Muskeln verkrampfen sich und üben Druck auf Nervenbahnen aus. Ein Teufelskreis aus Stress, Verspannung und Schmerzen kann entstehen. Entspannungstechniken helfen, ihn zu durchbrechen. Was dem Rücken aber vor allem zu schaffen macht, ist der akute Bewegungsmangel. Wer lieber in den Aufzug steigt, als die Treppen zu nehmen; mit der Bahn fährt, statt zu Fuß zu gehen; ins Auto klettert statt aufs Fahrrad, tut sich und seinem Rücken keinen Gefallen. Doch bevor Sie jetzt zum Roadrunner werden, werfen Sie einen kritischen Blick auf Ihre Schuhe. Tatsächlich sind ungeeignete Schuhe keine seltene Ursache für Schmerzen im Rücken.


Das tut dem gesamten Rücken gut.
Das tut dem gesamten Rücken gut.

Barfuß laufen auf natürlichem, weichem Untergrund gilt als die gesündeste Art des Gehens, auf die auch der gesamte Bewegungsapparat des Menschen ausgelegt ist. Wenn wir Schuhe tragen, wird die natürliche Bewegungsabfolge beeinflusst. Viele Schuhe sind gar nicht so konzipiert, dass sie gesundes Gehen ermöglichen. High-Heels und Flip-Flops beispielsweise haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam, doch beide Schuh-typen können auf Dauer zu schmerzenden Füßen, Muskelverspannungen in den Beinen und letztlich zu Rückenbeschwerden führen. Es empfiehlt sich also, so oft wie möglich rückengerechte Schuhe zu tragen. Deren ausgeklügeltes Dämpfungssystem kompensiert die Stoß- und Druckkräfte, die beim Laufen auf harten Böden entstehen und eine Belastung für Muskeln und Gelenke darstellen.


Diese Übung ist ideal für die Rumpf-Stabilität.
Diese Übung ist ideal für die Rumpf-Stabilität.

Lassen Sie sich von Barbara Becker effektive Rückenübungen zeigen, die Sie ohne Geräte und überall machen können. Die DVD „Die 60 besten Rückenübungen der Welt“ enthält Trainingsprogramme, die man nach Bedarf und Zeitbudget zusammenstellen kann.

Barbara Becker,
Die 60 besten Rückenübungen der Welt,
WVG Medien GmbH

Spieldauer: 120 Minuten
Preis: rund 20 EUR