Fit werden, fit bleiben

Klosterurlaub

Vitamine für Leib und Seele

Ausgelaugt vom täglichen Alltagsstress? Sehnsucht nach einer Auszeit zum Durchatmen und neue Kräfte sammeln? Dann könnte es höchste Zeit sein für einen Urlaub, der der Seele gut tut.

Wenn man keine Lust auf den üblichen Ferienstress oder überfüllte Touristenhochburgen hat, ist ein Klosterurlaub vielleicht genau das Richtige. Inmitten der Natur können Sie hier ganz für sich sein und Leib und Seele in Einklang bringen. Das Konzept „Kloster auf Zeit“ existiert seit dem Jahr 2000 in Deutschland und hat sich seitdem für Viele immer mehr zum Trend entwickelt. Entgegen den Klischees muss man in einem Klosterhotel nicht in spartanisch eingerichteten, kleinen Zellen nächtigen, wie es Mönche und Ordensschwestern vor hundert Jahren gemacht haben. Vielmehr werden den Gästen heute komfortable Zimmer geboten, die absolut modern eingerichtet sind und keinen Komfort vermissen lassen. Auch ist es weder verpflichtend, an den Gottesdiensten teilzunehmen oder frühmorgens um vier oder fünf Uhr zur Laudes, dem Frühgebet, aufzustehen. Viele Klöster bieten ihren Gästen inzwischen ein breitgefächertes Angebot.

Meditativer Kreuzgang in Steinfeld. Als Gast ist jeder willkommen, die Glaubensrichtung spielt keine Rolle.
Spirituelle oder kreative Angebote wie hier in der Malakademie von Kloster Steinfeld ermöglichen neue Erfahrungen für Sinne und Seele.

In Klöstern wird Gastfreundschaft groß geschrieben

Gastfreundschaft wird bei Klöstern seit dem Mittelalter großgeschrieben. Klösterliche Gastfreundschaft bedeutet, ein Lächeln für jeden zu haben, Ruhe und Geborgenheit zu bieten und mit leckerem Essen den Leib gut zu versorgen. In Kloster Steinfeld beispielsweise, das in der Nordeifel direkt am Eifelsteig liegt, wohnen die Gäste in einem lebendigen Kloster und nehmen auch die Mahlzeiten im Refektorium gemeinsam mit den Mönchen und Schwestern der Abtei ein. Das Salvatorianer-Kloster blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück. Im letzten Jahrhundert war es lange ein Internat. Als die Schülerzahlen sanken, wurde 2015 der Internatstrakt zu einem modernen Gästehaus mit Zimmern im gehobenen Hotelstandard ausgebaut. „Wir verfügen heute insgesamt über 130 Gästezimmer“, sagt Christoph Böhnke, Gästehausleiter des Klosters, stolz. „Bei uns kann man von klösterlich einfach bis sehr komfortabel wohnen.“ Als Klostergast ist jeder willkommen, die religiöse Glaubensrichtung spielt keine Rolle. Die Gäste können hier Ruhe und Entschleunigung finden, am klösterlichen Leben teilnehmen, im Labyrinth oder im Garten der Stille spazieren gehen und wieder zur eigenen Mitte gelangen.

Persönliche Gesprächsbegleiter stehen bereit

Für persönliche Gespräche stehen seelsorglich geschulte Gesprächsbegleiter zur Verfügung. Mit ihnen haben die Gäste die Möglichkeit, über aktuelle Lebensfragen oder vielleicht Sorgen und Nöte zu sprechen. Für Besucher, die nach spirituellen oder geistigen Anregungen suchen, bietet die Akademie des Klosters ein vielfältiges Angebot. Neben Meditation, Entspannung oder Selbsterfahrung „wird besonders unsere Malakademie rege nachgefragt“, berichtet Böhnke. In großen, hellen Ateliers und einer professionellen Druckwerkstatt lernen die Gäste unterschiedliche Mal- und Zeichentechniken oder üben sich in Bildhauerei oder Grafik.

Ora et labora – beten und arbeiten lassen sich auch im modernen Klosteralltag vereinbaren. In Kloster Steinfeld stehen eine ganze Reihe an Tagungs- und Veranstaltungsräumen (mit moderner Technik) zur Verfügung. Und weil auf dem großzügigen Klostergelände alles nah beieinander liegt: romanische Basilika, Kreuzgang mit idyllischem Innenhof, Gewölbekeller oder Kapitelsaal und viele Gästezimmer, eignet sich Kloster Steinfeld gut als stimmungsvoller Ort, um hier den Bund fürs Leben zu schließen.

Ganz und gar nicht spartanisch: Das ehemalige Internat von Kloster Steinfeld wurde zu komfortablen Gästezimmer umgebaut.