Eine Hunderschnauze guckt unter einem Teppich hervor.
Treffpunkt Gesundheit

Wärme oder Kälte

Was hilft gegen das Winterweh bei Rheuma und Arthrose?

Wenn es regnet und friert und das Thermometer sich um den Gefrierpunkt einpendelt, dann leiden Rheumatiker und Arthrose-Patienten unter der nasskalten Witterung. Der Grund: Die Durchblutung wird vermindert, die Muskulatur verspannt sich und das kann zu dumpfen Schmerzen führen. Dabei ist Kälte nicht grundsätzlich ein Problem.

Im Gegenteil: Die Kryotherapie (Kryo = Kälte) hat sich therapeutisch bei einigen rheumatischen Erkrankungen auf erstaunliche Weise bewährt. Schon die Griechen behandel-ten entzündliche Gelenkschwellungen mit Schnee vom Olymp. Und auch heute wird Kälte bei chronischen Gelenkentzündungen eingesetzt. So wie in der Kältekammer des Krankenhaus St. Josef in Wuppertal-Elberfeld.

Allein der Gedanke, für einige Minuten Temperaturen von bis zu minus 110 Grad Celsius ausgesetzt zu sein, ist für viele Menschen wohl kaum vorstellbar. Für Besucher der Kälte-kammer im Krankenhaus St. Josef ist das therapeutischer Alltag.

Kälte gegen die Schmerzen

In Badebekleidung betreten sie die Kammern. Lediglich Gesicht, Ohren, Hände und Füße werden durch Mütze, Handschuhe, Mundschutz und feste Schuhe vor der Kälte geschützt. Bis zu drei Minuten halten sich die Patienten in der Kammer auf. Während der Behandlung kühlt sich die Haut auf rund fünf Grad ab, die Körpertemperatur bleibt stabil. Durch die schnelle Abkühlung werden Schmerzprozesse blockiert, Schwellungen und Schmerzen reduziert. Gleichzeitig schüttet der Körper Hormone wie Cortison und Noradrenalin sowie schmerzlindernde Endorphine aus. Das Schmerzempfinden sinkt dadurch – eine optimale Voraussetzung für ergänzende krankengymnastische Einheiten.

Während sich die Ganzkörpertherapie in der Kältekammer besonders bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen bewährt hat, sollten sich Arthrose-Patienten vor Kälte schützen. Bei ihnen gilt die Devise „warm halten und in Bewegung bleiben“. Durch die niedrigen Temperaturen nimmt die Geschmeidigkeit der Gelenkflüssigkeit ab, die Gelenke sind weniger gut geschmiert, der Reibungsschmerz nimmt zu. Neben dem richtigen Kälteschutz gilt es aber – trotz Schmerz und Kälte – in Bewegung zu bleiben. Denn werden die Gelenke nicht oder nicht ausreichend bewegt, produzieren sie weniger Gelenkflüssigkeit und der Schmerz kann sich verstärken.

Chefärztin
Dr. Astrid M. Thiele
Fachärztin für Innere Medizin, Rheumatologie, Osteologie (DVO), Zusatzbezeichnung: Physikalische Medizin, Chirotherapie

Krankenhaus St. Josef
Bergstraße 6-12
42105 Wuppertal-Elberfeld

Tel.: 0202 485-2201
E-Mail: irh.kh-josef@cellitinnen.de

Leitende Ärztin
Dr. Bachmann-Holdau
Departement für Schmerztherapie

Krankenhaus St. Josef
Bergstraße 6-12
42105 Wuppertal-Elberfeld

Tel.: 0202 485-2201
E-Mail: ans.kg-josef@cellitinnen.de