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Warum nicht schon früher?

Krankenschwester Ina Seydel erzählt von ihrer Hallux valgus Operation

Im Leben von Ina Seydel gibt es eigentlich keinen Tag, an dem sich die Krankenschwester aus der Zentralen Patientenaufnahme des Krankenhaus St. Josef nicht bewegt. Im Job ist sie den ganzen Tag auf den Beinen, in der Freizeit zieht es sie regelmäßig ins Naherholungsgebiet zum Joggen.

Arztgespraech
Dr. Patsalis erklärt Ina Seydel anhand des Röntgenbildes den Ablauf der Operation.

Ihre Beschwerden mit den Füßen begannen vor einigen Jahren. Erst war die Haut seitlich des Fußballens nur gerötet, dann kam am Grundgelenk der Großzehe eine tastbare Schwellung hinzu. Ein Hallux valgus – auch Ballenzeh genannt – bildete sich heraus. Bei Ina Seydel liegt das Leiden in der Familie: „Schon meine Mutter hatte sich deswegen im Krankenhaus St. Josef operieren lassen“, erzählt sie. Doch bevor sie sich selbst unters Messer legen wollte, hängte Ina Seydel lieber ihre hübschen Riemchensandalen an den Nagel und lief stattdessen in bequemen Gesundheitsschuhen herum. Trotzdem wurde die Schwiele immer größer. Neben den ästhetischen Problemen litt Ina Seydel zudem häufiger unter dumpfen Schmerzen. „Der große Zeh knickte sichtbar ein, während sich die kleinen Zehen verformten“ erinnert sie sich. Schließlich wandte sie sich doch an Dr. Patsalis im Krankenhaus St. Josef. Er erklärte ihr, dass der Fuß nicht nur das Körpergewicht, sondern beim Gehen oder Joggen auch die Zugkräfte der Vorwärtsbewegung aushalten müsse. Wenn durch eine angeborene Schwäche des Bindegewebes die Zehe ihren Halt verliert, werden die kleinen Zehen immer mehr in die Kraftverteilung eingespannt. „Je eher wir Sie deshalb operieren, umso früher können wir ein Fortschreiten der Fußdeformationen stoppen“, betonte Dr. Patsalis. „Dazu analysieren wir per Röntgenuntersuchung die genaue Fußform, planen danach die Knochenumstellung sowie das Angleichen der Weichteile“, erläuterte er ihr. Nach der Umstellung dauere es etwa sechs Wochen, bis der Knochen vollständig verheilt sei. Früher mussten die Patienten diese Zeit an Krücken verbringen. „Inzwischen können wir die Knochen gleich während der OP stabil verbinden. Besonders hilfreich ist eine Platte, die wir aus Richtung Sohle gegen den Knochen setzen.

Seit der OP joggt Ina Seydel wieder gern und viel in ihrer Freizeit.

 

Diese haben wir selbst entwickelt. Sie ist so stabil, dass ein vorsichtiges Auftreten gleich nach der OP möglich wird. Andererseits ist sie so dünn, dass sie nicht mehr entfernt werden muss“, erklärte Dr. Patsalis ihr. Der Eingriff in Vollnarkose dauerte bei Ina Seydel eine knappe Stunde. „Bereits am nächsten Tag durfte ich vorsichtig aufstehen“, erinnert sie sich „und am dritten Tag nach der OP konnte ich die Klinik verlassen.“ Heute trägt sie wieder Riemchensandalen, von der Narbe ist nur noch ein nahezu unsichtbarer, heller Strich übrig geblieben. „Bei der Arbeit laufe ich wieder herum, auch das Joggen bereitet keine Probleme. Heute ärgere ich mich ein bisschen, dass ich das Ganze nicht viel früher gemacht habe“, gesteht Ina Seydel.

 

 

 

 

Chefarzt
Dr. Theodor Patsalis
Facharzt fürSchulter-, Ellenbogen-, Hand- und Fußchirurgie, Rheumaorthopädie

Krankenhaus St. Josef
Bergstraße 6-12
42105 Wuppertal-Elberfeld

Tel.: 0202 485-2101
E-Mail: orh.kh-josef@cellitinnen.de