Eine Frau hält sich die Ohren zu
Treffpunkt Gesundheit

Wenn der Schnupfen auf die Ohren geht

Nase zu? Dann sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sie wieder „läuft“, denn dicker Schnupfen wird leicht zu einer unangenehmen Mittelohrentzündung. Bei einem Schnupfen sind zuerst einmal Nase und Schleimhäute betroffen. Viren und Bakterien haben sie angegriffen, sie schwellen an und produzieren vermehrt Flüssigkeit. Jetzt ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass das Sekret gut abfließen kann. Wenn nämlich die Krankheitserreger aus dem Nasen-Rachenraum weiter aufsteigen, kann das zu einer Mittelohrentzündung führen.

Der Nasenrachenraum und das Mittelohr sind verbunden über die sogenannte Ohrtrompete oder Eustachische Röhre. Diesen Hohlraum brauchen wir, damit das Trommelfell des Ohres optimal schwingen und den Schall auf das Innenohr übertragen kann. Außerdem ist die Ohrtrompete für die Reinigung und die Belüftung des Mittelohres zuständig. Druck auf den Ohren spüren wir, wenn sich der äußere Druck verändert, beispielsweise bei Höhenunterschieden, beim Fliegen oder Tauchen. Das Gefühl, dass „die Ohren zu sind“ entsteht aber auch, wenn die Schleimhäute der Ohrtrompete anschwellen und die Sekrete nicht mehr abfließen können.

Gerade bei Kindern ist das Röhrchen der Ohrtrompete noch sehr kurz. Sie sind daher eher gefährdet, eine schmerzhafte Mittelohrentzündung zu bekommen. In der Regel heilt die Entzündung innerhalb einiger Tage von allein ab. Trotzdem sollte der Verlauf sehr gut beobachtet werden. Gerade wenn Mittelohrentzündungen mehrmals hintereinander auftreten, sollte man sicherheitshalber zum HNO-Arzt gehen. Das im Mittelohr angesammelte Sekret kann auf das Trommelfell drücken und kleine Risse verursachen, durch die Flüssigkeit abfließt. Der Riss verheilt meist von selbst. Bei häufigen Ohrentzündungen besteht allerdings die Gefahr von Narben auf dem Trommelfell, was wiederum zu einer dauerhaften Hörstörung führen kann.

Schon gehört? Musik machen trainiert das Hörzentrum

Wer ein Instrument spielt, trainiert aktiv sein Hörzentrum im Gehirn – und kann damit die Folgen eines altersbedingten Hörverlustes ausgleichen: Während bei „Nicht-Musikern“ im Durchschnitt mit 58 Jahren erstmals erste Symptome von Schwerhörigkeit auftreten, ist das bei aktiven Musikern erst im Alter von 63 Jahren der Fall. Musizieren trainiert das Gehirn. Musiker können verschiedene Klänge wesentlich besser aus einer Lärmkulisse herausfiltern, Geräusche besser einordnen, schneller verarbeiten und sich länger an sie erinnern. Diese Eigenschaften sind gerade im Alter hilfreich. (Studie von audibene)